Irland 2012, Göttis Reisebericht

Roger & Jessy, ihr habt uns mit der Irlandreise etwas geboten, was nicht jedermann in so kurzer Zeit erleben kann. Das hat schon bei der Reiseorganisation begonnen, alles war vorbereitet, klar der Weg. Der Weg auch unterwegs. Ihr beide wusstet was nach der Kurve zu erwarten war und von diesem Wissen konnten wir nur geniessen und profitieren.IMG_2973
Der Götti-der gerne Historieschmöker liest, hatte an den Erd-und Steinhaufen seine stille Freude. Auch an sehr wichtigen Schlachtorten der Irischen Geschichte waren Hinweise zu erkennen. All das habe ich aus dem Irlandreiseführer, der mir Roger lange vorab zum Gebrauch gegeben hat. Kurz nach dem Flug waren wir gleich in einen jungsteinzeitlichen Erdhügel von Newgrange eingestiegen. IMG_2953 IMG_2903 Die Hügel wurden von sage und
schreibe vor 5000 Jahren errichtet, da gab es die Pyramiden in Ägypten und
Stonehenge noch nicht. Das ist doch schon was für den Götti. Und solche
Stätten aus der Urgeschichte der Menschheit gibt es zahlreiche auf der Insel.
Auf der Scenic-Route weiter nach Norden, zur Rechten der Atlantic, zur Linken
das Antrim Gebirge welches auch als „Eine Schweiz en miniature“ genannt
wird, besuchten wir Giant’s Guseway.

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Das neue Besucherzentrum von Giant’s Guseway versperrte unseren Weg zu
den Basaltsäulen. Im hochmodernen Interieur, auf einer riesigen Filmwand wir
viel über den Mythos des Riesen Finn Mc Cool erzählt, so ebenfalls auf der
Audioführung im Freien. Zuerst dachte ich, ah, aufgezogene Geschichten wie
in den Visitorcentern in Amerika. Da erinnerte ich mich einem Sachbuch über
die Kelten in England, wo auch immer wieder die Rede von Riesen war.
Den Dolmen im Westen den wir gesehen haben- wunderschön gelegen auf einem
Berg aus Karstgestein, stammt natürlich auch aus Prähistorischer Zeit.
Zwei vertikal versetzte Steinplatten und eine schräg obendrauf diente als
Kulturstätte für Rituale.

Die im Westen gelegene Karstlandschaft „The Burren“ hat mir
besonders gut gefallen. Kalksteinterrassen, auch Flächen bis auf die
Bergkuppen, ein Karstgebiet in dieser Grösse habe ich noch nie gesehen. Ein
Gebiet welches auch für Botaniker beliebt sein soll.

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Unser südlichstes Ziel- bereits kräftig über die Inselhälfte hinaus,
besuchten wir „Cliffs of Moher“. Steile, dunkle über 200m hohe Felswände-die
höchsten der Insel, sind Heute mit Geländer aus Steinplatten gesichert. Wir
konnten nicht mehr auf dem Steinboden nach vorne roppen, senkrecht ins Meer
schauen und Fotos machen. Aber das durften wir später in der Nähe unseres
Hauses auf der Insel Mullet nachholen und das ohne Besucher um uns herum und
auch in einer beachtlichen Höhe.

Die ganze Zeit-bis auf die letzten 2-3 Tage, war das Meer immer rauh,
entsprechend hohe Wellen schlugen an die Küsten, was die Landschaft stetig
verändert. Die Zufahrt zu unserem Haus ist diesen Kräften besonders
ausgesetzt. An der schmälsten Stelle ist die Düne der Landzunge
ca.30m breit 7m hoch. Der Versuch den Küstenabschnitt von Menschenhand zu
sichern ist eine stetige Herausforderung. Die Zufahrt hat uns besonders beeindruckt.

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Bei Ebbe über den Meeresboden zu fahren ist ein mulmeliges Gefühl, wenn man bedenkt, dass hier in kurzer Zeit wieder Wasser fliesst. Ist die Flut mal da, kann ein Stück befestigter Dünenweg befahren werden, aber ohne ein wenig durchs Wasser zu fahren geht es nicht. Oder die Flut ist extrem hoch, was Abendteuer bedeutet, wie sie Roger beschrieben hat. Die Differenz Flut / Ebbe beträgt bis zu 4m.

Gefallen haben mir die grünen Hecken, welche die Landschaft parzellieren.
In diesen relativ kleinen Flächen werden Schafe und nochmals Schafe gehalten.
Dazwischen aber auch Viehwirtschaft mit Milch-oder meistens
Mutterkuhhaltung. Im westlichen Teil der Insel dienen Steinmauern demselben
Zweck. Auch hier in Irland wurde der Wald abgeholzt. Eine Buschlandschaft ist entstanden. Sämtliche Flora- auch die letzten intakten Eichenwälder, sind bedroht von den eingeführten Rhododendron, denen der saure Boden besonderes bekommt. Der Versuch wieder aufzuforsten ist offenbar eine hartnäckige Sache. Vielerorts sind Bäume in Reih und Glied
gepflanzt, aber man sieht auch gleich wieder abgestorbene Partien. Als
Energielieferant wird Torf abgebaut und dient als Brennmaterial, auch in unserem Cheminèofen. Der uns fremde Geschmack hat mir gefallen.

Kirchen haben wir nur von aussen angeschaut, vielmals auch nur noch Ruinen.
Aber der Inselheilige St.Patrick hat uns immer begleitet, wenn schon nur in
Form von Statuen, Kirchen und Strassennahmen. An einem bestimmten Tag im Jahr pilgern Tausende auf den heiligen Berg Croagh Patrick in der nähe von Westport.

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Vor unserem Haus „Claggan Cottage“ hatten wir einen wunderbaren langen Sandstrand. Mehrmals unternahmen A&R Strandwanderungen bis vorn an die Landzunge. Im gemächlichen Tempo sind hin und zurück leicht 4 Std. notwendig. Bei Ebbe ist der Strand gut 100m breit. Da hatten wir jedes Wetter. Wind, Sonne, Regen oder beides zusammen und gleich noch einen Regenbogen oder gar Zwei. Ich habe noch nie so viele Regenbögen gesehen wie in diesen Ferien.
So farbig wie die Regenbögen kommen und gehen, so sind auch unsere gemeinsamen Irlandferien vergangen. Nochmals herzlichen Dank an unsere Begleiter Roger & Jessy.
Götti Ruedi & Anna

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